Eine Ratssitzung, der jeder Bürger folgen kann
Die Sitzung wird bereits übertragen. Sprachen hinzuzufügen heißt, dass sie auch die verstehen, die hier leben und die Sprache der Debatte noch nicht haben.
Eine Verwaltung, die ihre Sitzungen überträgt, hat den Ton gelöst und die Zugänglichkeit halb: live, öffentlich — und ein Teil der Bürger versteht nichts. In Gebieten mit zwei Amtssprachen läuft das Problem in beide Richtungen.
Woher der Ton kommt
Von demselben Pult, das schon die Übertragung speist. Wird die Sitzung übertragen, existiert dieses Signal bereits und muss nur abgezweigt werden; die Mikrofone im Saal bleiben unberührt.
Wie es aufgebaut wird
- 1
Angeschlossen wird an den Ausgang, der schon die Übertragung speist.
- 2
Die Sprachen werden gesetzt: die der Sitzung und die, die angeboten werden sollen.
- 3
Der Link wird neben der Übertragung auf der Website veröffentlicht.
- 4
Das Transkript bleibt, mit Zeiten, und dient als Entwurf des Protokolls.
Warum es in eine Verwaltung passt
Das Protokoll beginnt geschrieben
Jede Sitzung hinterlässt ein Transkript mit Zeiten und mit dem, wer gesprochen hat. Es ersetzt das amtliche Protokoll nicht, nimmt dem Schreibenden aber die mechanische Hälfte ab.
Zugänglichkeit ohne Baumaßnahme
Nichts im Saal zu installieren, wenn die Sitzung ohnehin übertragen wird. Das vorhandene Signal wird abgezweigt.
Zwei Amtssprachen, beide Richtungen
Jede Richtung kann zugleich offen sein, und die zweite Sprache kostet 0,35 der ersten.
Berechnet wird gesprochen
Eine dreistündige Sitzung mit anderthalb Stunden Redebeiträgen zahlt anderthalb Stunden. Abstimmungen und Pausen nicht.
Wo die rechtliche Grenze liegt
Das ist keine beglaubigte Übersetzung und kann keine sein: Was hier herauskommt, dient dazu, dass ein Bürger der Sitzung folgt, nicht dazu, ein Wort vor Gericht anzugreifen. Das amtliche Protokoll unterschreibt weiterhin, wer es heute unterschreibt, und wo das Gesetz einen vereidigten Übersetzer verlangt, braucht es einen vereidigten Übersetzer.
Was oft gefragt wird
- Taugt es als amtliches Protokoll?
- Nein. Es ist ein Entwurf mit Zeiten und mit dem, wer sprach, der dem Schreibenden die mechanische Arbeit abnimmt. Verantwortung und Unterschrift bleiben bei einem Menschen.
- Darf das Transkript veröffentlicht werden?
- Es gehört Ihnen, und Sie entscheiden. Wir veröffentlichen es nicht und bewahren es über die Übergabe hinaus nicht auf.
- Funktioniert es mit den Mikrofonen im Saal?
- Ja, denn genommen wird die Mischung, die ohnehin das Pult verlässt. Spricht jemand ohne sein Mikrofon, wird er nicht gehört — so wenig wie in der Übertragung.
- Und wenn in der Sitzung zwei Sprachen gemischt werden?
- Die Sprache der Sitzung wird eingestellt. Wird wirklich gewechselt, funktioniert ein Raum je Ausgangssprache.